Strategie

Wie viele Strategien braucht ein Unternehmen wirklich?

Viele Silos, viele Strategien. Wie zielführend ist das eigentlich?
Verwirrt von vielen Strategien
Verwirrung statt Orientierung

Du brauchst keine Marketing-Strategie.
Du brauchst keine Marken-Strategie.

Jede Disziplin verteidigt ihre eigene Existenz. Dadurch entstehen Abgrenzungen zwischen Unternehmensstrategie, Markenstrategie, Marketingstrategie, Produktstrategie, Kommunikationsstrategie und so weiter.

Aber helfen wir mit diesen künstlichen Grenzen wirklich dem Publikum unserer Auftraggeber? Oder stellen wir uns und unseren Auftraggebern damit ein Bein?

Im Gehirn des Publikums

Das Gehirn des Publikums interessiert sich nicht für Abteilungen und welche Abteilung gerade den Kampf um die Vorherrschaft gewonnen hat.

Das Gehirn versucht fortlaufend, den Energiebedarf des Körpers vorherzusagen und seine Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Das Gehirn ist eine hocheffiziente Vorhersagemaschine, die permanent die Zukunft simuliert und versucht, Überraschungen und Dissonanzen (Vorhersagefehler) zu minimieren.

Eine Marke ist eine Simulationshilfe. Sie gibt das Versprechen, eine konkrete Situation möglichst energieeffizient und ohne Störgefühle zu meistern.

Alles zusammen denken

Nehmen wir die übliche Trennung:

Das greift viel zu kurz:

Alles zusammen prägt das Konzept einer Marke. Passt alles zusammen, wird es ein verständliches Konzept. Dieses Konzept nutzen die Menschen, um ihre Zukunft zu simulieren.

Es ergibt keinen Sinn, Silos zu organisieren, die ihre eigenen Strategien entwickeln. Das erzeugt nur Verwirrung und führt zu unendlichen Meetings. Wer schon intern verwirrt ist, kann nicht erwarten, dass nach außen Klarheit entsteht.

Das Publikum ins Zentrum

Statt in Disziplinen oder Abteilungen zu denken, sollten wir uns auf das Publikum konzentrieren. Denn am Ende geht es darum, dass Menschen Entscheidungen für ein Angebot treffen. Sei es ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Idee.

  1. In welchen Einstiegssituationen befindet sich das Publikum?

  2. Welche Dissonanzen belasten die Menschen in genau diesen Momenten?

  3. Wie muss unser Gesamtsystem aus Produkt, Preis, Erlebnis und Kommunikation aussehen, um diese Dissonanzen möglichst vollumfänglich aufzulösen und neurobiologische Konsonanz zu gewährleisten?

Am Ende hängt alles davon ab, wie leicht und entspannt unser Gehirn eine Entscheidung für uns simulieren kann und ob sich die Simulation bewahrheitet.

Wir brauchen keine künstlichen Abgrenzungen zwischen den Abteilungen. Wir brauchen EINE Strategie für das gesamte Unternehmen. Ein gemeinsames Verständnis, das alle Beteiligten in die richtige Richtung lenkt: Konsonanz für das Publikum.

Es gibt nur Strategie.

Marke entspannt! ✌️